kleine Galerie

 

 

Ein kleiner Roman! Sorry!

Mit einem dezenten „pfadlinig räumt ab!“ eröffne ich die kleine Geschichte über das vergangene Wochenende. Seit Wochen fieberten wir diesem Wochenende entgegen. City-Downhill Meissen, ein Downhill-Rennen durch eine der schönsten Altstädte Deutschlands…..unglaublich! Sollte dies wirklich erlaubt werden? Nachdem wir alle Startgeld überwiesen hatten, hofften wir das stark! So war es dann auch, einen Tag vor dem Wochenende berichteten schon einige Leute von rieeeeessssiigggen Rampen und Sprüngen in der Strecke. Wenn wir jedes Wort geglaubt hätten, dann wären die Chancen das Ding zu überleben verdammt gering gewesen. Also, Samstagmittag ab nach Meissen und die Strecke inspiziert! Beim Anblick vom Zielsprung über einen B1000 (Für alle nicht Ossi’s: Barkas, B1000 Schnelltransporter aus der Zone, ähnlich wie ein VW Bus nur eben schneller) wich bei manchen die Gesichtsfarbe enorm schnell. Dann den Baderberg hoch und was erspäht man da oben! Eine fette Rampe und einen T5 Transporter (Für alle nicht Wessi’s: Das ist der erfolgreichere beider Transporter-Varianten, aber eben langsamer). Was hier brutal auffällt…..die Streckenbauer haben es mit Transportern! Was kommt als nächstes?...Reisebus, Sattelauflieger oder Kieslaster…nein, die roten Treppen, gespickt mit einem netten kleinen Sprung. Am Ende der roten Treppen eine fast 180° Kehre und eine kleine Tretpassage durch einen Torbogen der Albrechtsburg. Fast am Startturm angelangt, gibt’s da noch einen Holzdouble zu bestaunen.

Oben angekommen ist der allgemeine Tenor: „Von unten nach oben is es machbar!“ Blöderweise fährt man ja Downhill von oben nach unten! Also, ab zu den Autos, Bikes raus und ausprobieren! Vorher schnell noch Startnummer holen und los gings. Für Robert und Kristin sollte es ja das erste Rennen werden. Den beiden Stand das Adrenalin schon in den Augen! Schnell noch ein Teamfoto gemacht, denn das war das erste Rennen mit dem gesamten pfadlinig-DH-Team. Das werden wir auf der Website demnächst noch etwas genauer vorstellen. Halt Stop!...einer fehlt hier leider auf dem Foto, denn unser Marco (auch Pinky der Landerampenvermesser genannt) hatte diesmal statt einer Landerampe einen ganzen Hang geprüft und musste mit Schlüsselbeinbruch Fotos machen. Ihm standen am Streckenrand als Zuschauer die Tränen in den Augen. Ziemlich verständlich bei der genialen Strecke und Atmosphäre die Meissen bot. Eins war klar, Fehler sollte man hier dringlichst vermeiden, sonst gibt’s ordentlich „Aua“! Mit dem Gedanken an Bord gings ans Training. Kristin sollte anfangen, wenn ich Angst bildlich darstellen sollte, würde ich Kristins Gesicht nehmen und als sie zielstrebig auf die T5-Rampe schoss, suchend nach dem Chickenway,  hätte man mein Gesicht nehmen können. Unten angekommen waren alle auf die Gesichter von Robert und Kristin gespannt. Robert war die Entspannung pur und Kristin……setzte den Helm ab und man hörte ein: „Hammergeil – Los hoch!“ So ging die Zeit ins Land und der Samstag war gelaufen.

 

Rennsonntag und ein großer Teil der Truppe fehlt! Jan plagten Bauchschmerzen, Marcel war total fertig von der Party und Steve war verschwunden. Stunde später Entwarnung, Jan und Marcel einsatzbereit, jetzt schnell noch paar Trainingsläufe und dann kann’s losgehen mit der Qualifikation. Kristin stand mal wieder die Angst volles Ballet im Gesicht, diesmal allerdings nicht wegen der Strecke, sondern wegen den ganzen Kameras und Interviews, denn es stellte sich heraus, dass sie die einzige Frau ist, die sich nicht nur angemeldet hat, sondern auch startet. Damit stand fest, ….“Sekt kaltstellen“! Tja, wenn die anderen gneifen, können wir schonmal feiern! Bei gefühlten 55,7 °C unterm Helm, ging’s los! Hatte ich ja total vergessen, wir hatten Traumwetter! Vielleicht etwas zu warm, aber wir wollen nicht meckern. 3 mal fahren und die beste Zeit wird gewertet. Danach kamen die 30 schnellsten ins Finale. Ohh man, da bröckelte die Fassade aber schnell. Ein paar grobe Schnitzer und Unachtsamkeiten und schon waren doch 4 Mann rausgekegelt. Robert kann super zufrieden sein mit seinem ersten Rennen. Er hatte sichtlich Spaß und hat viel gelernt. Marcel kämpfte immer noch mit Müdigkeit…geht also auch in Ordnung, aber Simon und ich! In der Fußballsprache würde man sagen: „Grottenschlechte Chancenverwertung“)

Lagebesprechung…..Jan als 15er weiter, Marco als 13er weiter und….Steve als 26er weiter! Moment….Steve, genau der, der am Vormittag noch verschollen war. Der Gnade von Uwe Buchholz hat er zu verdanken, dass er 2 Stunden nach Rennstart noch mal fahren durfte! Ausrede: „ Hab total verpennt!“ gilt nur bedingt! Seiner anschließenden guten Leistung hat er zu verdanken, dass es keine Teamkeile gab. Die Stimmung zum Finale war der Hammer, tausende Zuschauer und bester Abfahrtssport! Damit kommen wir zur Wertung: Die besten 30 setzten sich aus Lizenzfahrern und Funfahrern zusammen, die natürlich getrennt gewertet wurden. Die Lizenzklasse gewann David Schatzki mit einer unglaublichen Zeit von 50:74 Sekunden. Die Funklasse gewinnt,man glaubt es kaum, heimlich, still und leise Marco Jobst vom pfadlinig DH-Team. Das ganze in einer 53 Sek. Zeit. Den Typ haben wir letzte Woche noch schnell eingekauft! Spektakulärer Wechsel vom SC Freizeithobbyabfahrtsfahrer zum renommierten pfadl…..ich hör schon auf….war ja nur ein Scherz! Jan wurde trotz massiver Bauchschmerzen 13ter in der Lizenzklasse und Steve wurde 6ter in der Funklasse. Damit kommen wir zur Damenklasse! Kristin fühlte sich ganzschön allein auf dem Podest! Sie wurde für ihren Mut gebührend gefeiert! So fuhren wir mit einem Sieger und einer Siegerin nach Hause. Auch wenn von uns niemand gewonnen hätte, wir hatten alle zusammen riesig Spaß und ich denke alle anderen Fahrer auch.

Abschließend kann ich sagen, eine geniale Veranstaltung! Dank an alle Helfer und Organisatoren, der Stadt, dem Bürgermeister und an alle die ich vergessen hab. Hoffentlich können wir nächstes Jahr wieder starten!

 

Stefan